Deftige Kartoffelsuppe
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Deftige Kartoffelsuppe

Eine deftige, wärmende Kartoffelsuppe nach Hausmannskost-Art: Kartoffeln und Suppengrün köcheln in kräftiger Brühe weich, werden teilweise cremig püriert und mit Scheiben von Wiener Würstchen sowie einer Prise Majoran abgerundet. Ein sättigender Klassiker für kalte Tage.

Eine deftige, wärmende Kartoffelsuppe nach Hausmannskost-Art: Kartoffeln und Suppengrün köcheln in kräftiger Brühe weich, werden teilweise cremig püriert und mit Scheiben von Wiener Würstchen sowie einer Prise Majoran abgerundet. Ein sättigender Klassiker für kalte Tage.

Zubereitung

Vorbereitung: 20 Min.Kochen: 30 Min.
  1. 1

    Vorbereitung der Kartoffeln: 800 g Kartoffeln mit einem Sparschäler dünn schälen, dabei die Kartoffel in der Hand drehen und den Schäler in ruhigen Zügen von oben nach unten führen (Finger von der Klinge fernhalten)

    Anschließend jede Kartoffel erst in ca. 1,5 cm dicke Scheiben, dann in 1,5 cm breite Streifen und zuletzt in 1,5 cm große Würfel schneiden. Wichtig: Alle Würfel sollten möglichst gleich groß sein, sonst garen manche Stücke schon weich, während andere noch hart sind – ein sehr häufiger Anfängerfehler bei Kartoffelsuppe.

  2. 2

    Vorbereitung des Suppengrüns: Das Bund Suppengrün unter kaltem Wasser abspülen

    Die Möhre schälen, den Lauch längs aufschneiden und unter fließendem Wasser die inneren Schichten von Erde befreien (dort setzt sich gerne Sand ab), die Selleriewurzel bzw. -stange von harten Enden befreien. Alle Gemüseanteile in kleine Würfel von etwa 0,5 cm schneiden, damit sie in der kurzen Anschwitzzeit gleichmäßig weich werden. Falls Petersilie am Bund ist, die Blätter grob hacken und für später beiseitelegen.

  3. 3

    Öl erhitzen: 1 EL neutrales Öl in einen großen Topf (ca

    4–5 Liter Fassungsvermögen) geben und auf etwa 160–170 °C erhitzen (am besten mit einem Küchenthermometer im Öl prüfen). Ohne Thermometer funktioniert auch die Garprobe: Ein kleines Stück des Wurzelgemüses hineinhalten – zischt und brutzelt es sofort deutlich hörbar, ist die Zieltemperatur erreicht. Bleibt es stumm, das Öl weitere 30 Sekunden erhitzen und erneut testen.

  4. 4

    Suppengrün anschwitzen: Das gewürfelte Suppengrün (ohne die eventuell beiseitegelegte Petersilie) ins heiße Öl geben und unter ständigem Rühren bei gleichbleibend 160–170 °C 3–4 Minuten anschwitzen

    Anschwitzen bedeutet: Das Gemüse wird im heißen Fett erhitzt, damit es Wasser zieht und weich wird, es soll dabei aber keine braune Farbe annehmen. Sobald das Gemüse glasig-durchscheinend aussieht und deutlich nach warmem Gemüse duftet, ist dieser Schritt fertig. Achtung: Zu hohe Hitze oder zu langes Warten lässt das Gemüse anbräunen oder anbrennen, was der Suppe einen bitteren Geschmack gibt.

  5. 5

    Kartoffeln zugeben: Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und bei gleicher Temperatur (ca

    160–170 °C) für 1–2 Minuten unter ständigem Rühren mit anschwitzen. Der Schritt ist abgeschlossen, sobald die Kantenflächen der Würfel eine glasig-durchscheinende, leicht glänzende Optik zeigen (statt stumpf-weiß wie im rohen Zustand) und beim Daranriechen ein deutlicher Duft nach warmer, angebratener Kartoffel statt nach roher Kartoffel wahrnehmbar ist. Die Würfel sollen außen sichtbar angegart, innen aber noch roh und fest sein.

  6. 6

    Ablöschen und köcheln: Mit 1 L Gemüsebrühe ablöschen, das heißt die Flüssigkeit auf einmal zum Gemüse in den Topf gießen und dabei kurz mit einem Löffel über den Topfboden fahren, damit sich nichts festsetzt

    Den 1 TL Majoran einrühren – diese Menge wird nicht mehr verändert. Den Topf zunächst auf höchster Stufe zum vollen Kochen (100 °C, sprudelnde Blasen) bringen, dann die Hitze so weit reduzieren, dass die Suppe bei ca. 90–95 °C nur noch sanft mit einzelnen aufsteigenden Bläschen köchelt (kein sprudelndes Kochen mehr). Mit leicht schräg aufgelegtem Deckel 20–22 Minuten bei dieser Temperatur köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Garprobe: Mit einer Gabel in ein Kartoffelstück stechen – gibt es fast ohne Widerstand nach, ist die Suppe fertig gegart.

  7. 7

    Sämigkeit herstellen: Mit einem Kartoffelstampfer direkt im Topf einen Teil der weichen Kartoffelstücke (etwa ein Viertel bis ein Drittel) grob zerdrücken, während der Rest als ganze Stücke erhalten bleibt

    Dadurch wird die Suppe von selbst cremig und sämig, ohne dass zusätzliche Zutaten nötig sind. Nicht die komplette Suppe pürieren, sonst geht der rustikale, stückige Charakter verloren.

  8. 8

    Würstchen vorbereiten: Die 8 Wiener Würstchen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.

  9. 9

    Würstchen erhitzen: Die Würstchenscheiben in die Suppe geben und die Hitze so weit reduzieren, dass die Suppe nur noch bei ca

    80–85 °C zieht (deutlich unterhalb des Siedepunkts, keine Bläschen mehr an der Oberfläche). 4–5 Minuten sanft ziehen lassen. Danach den Gargrad tatsächlich prüfen statt nur anzunehmen: Entweder mit einem Küchenthermometer mittig in ein dickeres Wurststück stechen – die Kerntemperatur muss mindestens 70 °C betragen – oder ersatzweise eine Scheibe quer aufschneiden; sie muss auf dem gesamten Querschnitt gleichmäßig heiß sein und darf innen keinen kühlen oder kalten Kern mehr zeigen. Ist die Temperatur noch nicht erreicht, weitere 1–2 Minuten bei 80–85 °C ziehen lassen und erneut prüfen. Die Suppe dabei nicht sprudelnd kochen lassen: Wird sie zu lange oder zu stark erhitzt, platzt die Haut der Würstchen auf und sie werden zäh und gummiartig – der klassischste Fehler bei diesem Gericht.

  10. 10

    Abschmecken und servieren: Einen Löffel Suppe probieren

    Da die fertige Gemüsebrühe bereits gesalzen ist, reicht in der Regel keine zusätzliche Würzung mehr aus; der 1 TL Majoran aus Schritt 7 bleibt die einzige und endgültige Majoran-Menge und wird nicht nachträglich erhöht. Die Suppe sofort heiß in tiefen Tellern servieren, bei Bedarf mit der beiseitegelegten gehackten Petersilie bestreuen.

Nährwerte

Pro Portion

Ca.-Angabe – automatisch aus den Zutaten berechnet, keine exakte Analyse.

320
Kalorien (kcal)
12
Protein (g)
35
Kohlenhydrate (g)
15
Fett (g)
20.9
Ges. Fettsäuren (g)
7.1
Zucker (g)
7.5
Ballaststoffe (g)
7
Salz (g)
2.8
Natrium (g)