
Klassische Pizza Margherita
Eine klassische italienische Pizza Margherita: knuspriger, selbstgemachter Hefeteig wird mit fruchtiger Tomatensauce, cremigem Mozzarella und aromatischem Oregano belegt und im heißen Ofen goldbraun gebacken. Schlicht, aber mit den richtigen Handgriffen unwiderstehlich gut.
Eine klassische italienische Pizza Margherita: knuspriger, selbstgemachter Hefeteig wird mit fruchtiger Tomatensauce, cremigem Mozzarella und aromatischem Oregano belegt und im heißen Ofen goldbraun gebacken. Schlicht, aber mit den richtigen Handgriffen unwiderstehlich gut.
Zubereitung
- 1
Die frische Hefe (20 g) in eine Schüssel bröckeln und mit den 250 ml lauwarmem Wasser (handwarm, also nicht heißer als etwa 35-37 Grad - fühlt sich beim Fingertest wie leicht warmes Badewasser an, denn zu heißes Wasser tötet die Hefepilze ab) verrühren, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat
5 Minuten stehen lassen: An der Oberfläche sollten sich kleine Bläschen bilden, das zeigt, dass die Hefe aktiv ist. Bilden sich keine Bläschen, ist die Hefe alt oder das Wasser war zu heiß - dann lieber neu ansetzen.
- 2
Die 400 g Mehl in eine große Rührschüssel geben und das 1 TL Salz an einer Stelle des Mehlrands einstreuen (nicht direkt in die Mitte, wo gleich die Hefe hineinkommt, da Salz in direktem Kontakt die Hefeaktivität verlangsamen kann)
In die Mitte des Mehls eine Mulde drücken.
- 3
Die aufgelöste Hefe-Wasser-Mischung und 1 EL des Olivenöls (das zweite EL wird später zum Beträufeln der fertigen Pizza gebraucht) in die Mulde gießen
Mit einem Löffel oder den Fingern von innen nach außen locker verrühren, bis ein grober, klumpiger Teig entsteht.
- 4
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen und von Hand kneten: Mit dem Handballen den Teig von sich weg drücken und dehnen, dann die gedehnte Kante wieder zur Mitte zurückfalten, den Teig eine Vierteldrehung weiterdrehen und den Vorgang wiederholen
Etwa 8-10 Minuten kneten, bis der Teig glatt, geschmeidig und elastisch ist und nicht mehr an den Fingern klebt. Drückt man mit dem Finger leicht hinein, sollte sich die Delle langsam zurückwölben - das zeigt, dass genug Gluten (Klebereiweiß) entwickelt wurde.
- 5
Den Teig zu einer runden Kugel formen, in eine leicht mit Öl ausgeriebene Schüssel legen und mit einem feuchten Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken
An einem warmen, zugfreien Ort (z.B. im ausgeschalteten Backofen mit Licht an) 30-45 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat. Diese Ruhezeit ist reine Wartezeit und läuft nebenbei - hier arbeitet die Hefe und produziert Gärgase, die den Teig locker und luftig machen. Wer den Teig nicht lange genug gehen lässt, bekommt später einen kompakten, zähen Boden statt eines luftigen Randes.
- 6
Rechtzeitig bevor der Teig fertig gegangen ist, den Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze (230 Grad Umluft) vorheizen
Falls vorhanden, einen Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech auf der untersten Schiene mit vorheizen - das braucht 30-45 Minuten, damit der Stein wirklich durchgeheizt ist. Ein zu wenig vorgeheizter Ofen ist einer der häufigsten Gründe für einen blassen, weichen statt knusprigen Pizzaboden.
- 7
Für die Sauce die 200 ml passierten Tomaten in eine kleine Schüssel geben und mit dem 1 TL getrocknetem Oregano verrühren
Beiseitestellen - die Sauce muss nicht gekocht werden, sie gart beim Backen der Pizza durch.
- 8
Die 200 g Mozzarella abtropfen lassen und mit Küchenpapier gut trockentupfen, dann in dünne Scheiben schneiden oder in kleine Stücke zupfen
Dieser Schritt wird oft übersprungen, ist aber entscheidend: Zu feuchter Mozzarella gibt beim Backen Wasser ab und macht die Pizzamitte matschig statt knusprig.
- 9
Den gegangenen Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit der flachen Hand sanft zusammendrücken, um die groben Gärgase auszudrücken (Entgasen)
In 2 gleich große Portionen teilen, jede Portion zu einer glatten Kugel formen, mit einem Tuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen - dadurch entspannt sich das Gluten und der Teig lässt sich anschließend leichter formen, ohne immer wieder zurückzuschnappen.
- 10
Jede Teigkugel auf der bemehlten Fläche mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen zu einem runden, etwa 25-28 cm großen Fladen drücken und ziehen
Am Rand einen etwa 1-2 cm breiten Streifen dicker lassen, das wird später der luftige Pizzarand. Keinesfalls einen Nudelholz benutzen, da dieser die Luftbläschen im Teig herausdrückt, die für einen locker-knusprigen Rand sorgen.
- 11
Jeden Teigfladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen (oder direkt auf ein bemehltes Stück Backpapier, falls mit Pizzastein gearbeitet wird)
- 12
Die Tomatensauce mit einem Löffelrücken dünn und gleichmäßig auf beiden Teigfladen verteilen, dabei den dickeren Rand frei lassen
Nicht zu viel Sauce auftragen - eine zu dicke Schicht ist ein klassischer Anfängerfehler und führt zu einem durchweichten, labbrigen Boden. Die Mozzarella-Stücke gleichmäßig darüber verteilen und mit dem restlichen 1 EL Olivenöl beträufeln.
- 13
Das Blech auf der untersten Schiene des vorgeheizten Ofens (250 Grad Ober-/Unterhitze bzw
230 Grad Umluft) backen. Nach etwa 8 Minuten den Garzustand prüfen und danach in kurzen Abständen weiterbeobachten, insgesamt braucht die Pizza etwa 10-15 Minuten. Fertig ist sie, wenn der Rand goldbraun ist und stellenweise dunkle, leicht schwarz gepunktete Blasen zeigt, der Käse vollständig geschmolzen ist und leicht Blasen wirft. Die Ofentür während des Backens möglichst nicht öffnen, da sonst Hitze verloren geht und der Boden ungleichmäßig gart.
- 14
Die Pizza aus dem Ofen nehmen und 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, damit sich der geschmolzene Käse etwas setzt und beim Schneiden nicht sofort herunterrutscht
In Stücke schneiden und sofort heiß servieren.
Nährwerte
Pro Portion
Ca.-Angabe – automatisch aus den Zutaten berechnet, keine exakte Analyse.