
Schokoladen-Soufflé
Ein Schokoladen-Soufflé ist der Moment der Wahrheit unter den Desserts: Eine dunkle, luftig aufgegangene Haube mit zart glänzender, leicht rissiger Oberfläche verbirgt einen warmen, weich-cremigen Kern, der beim ersten Löffel förmlich in sich zusammensinkt. Der kräftige Geschmack von mindestens 70-prozentiger Zartbitterschokolade trifft auf eine wolkenleichte Textur, die ausschließlich durch geschlagenes Eiweiß entsteht – ganz ohne Mehl, nur Schokolade und Luft. Der Kern bleibt bewusst weich und wird deshalb nur kurz gebacken; für Schwangere, Kleinkinder oder immungeschwächte Personen empfiehlt sich pasteurisiertes Ei oder eine längere Backzeit, bis der Kern fest ist. Wichtig: Sofort nach dem Backen servieren, ein Soufflé wartet auf niemanden.
Ein Schokoladen-Soufflé ist der Moment der Wahrheit unter den Desserts: Eine dunkle, luftig aufgegangene Haube mit zart glänzender, leicht rissiger Oberfläche verbirgt einen warmen, weich-cremigen Kern, der beim ersten Löffel förmlich in sich zusammensinkt. Der kräftige Geschmack von mindestens 70-prozentiger Zartbitterschokolade trifft auf eine wolkenleichte Textur, die ausschließlich durch geschlagenes Eiweiß entsteht – ganz ohne Mehl, nur Schokolade und Luft. Der Kern bleibt bewusst weich und wird deshalb nur kurz gebacken; für Schwangere, Kleinkinder oder immungeschwächte Personen empfiehlt sich pasteurisiertes Ei oder eine längere Backzeit, bis der Kern fest ist. Wichtig: Sofort nach dem Backen servieren, ein Soufflé wartet auf niemanden.
Zubereitung
- 1
Heizt den Backofen frühzeitig auf 180 °C Ober-/Unterhitze (bzw
160 °C Umluft) vor und legt ein Backblech auf die mittlere Schiene mit hinein. So ist der Ofen wirklich auf Temperatur, sobald die Förmchen hineinkommen, und das vorgeheizte Blech liefert zusätzliche Unterhitze, die das Aufgehen unterstützt.
- 2
Bereitet 4 kleine, hitzefeste Souffléförmchen (ca
150–200 ml Inhalt) vor. Erwärmt etwas von dem 1 EL Butter (für die Förmchen), bis sie streichfähig ist, und verteilt sie mit einem Pinsel oder den Fingern von unten nach oben in geraden, senkrechten Bahnen in den Förmchen – niemals kreisend, da das Soufflé sonst an waagerechten Fettspuren hängen bleibt und schief oder gar nicht aufgeht. Dieser Schritt entscheidet maßgeblich über ein gerades Aufgehen.
- 3
Gebt den 1 EL Zucker (für die Förmchen) portionsweise in ein gebuttertes Förmchen, schwenkt es, bis der Zucker die gesamte Innenfläche bedeckt, und klopft den überschüssigen Zucker jeweils in das nächste Förmchen weiter
Der Zucker karamellisiert beim Backen hauchdünn und gibt dem Soufflé beim Aufsteigen Halt an der Wand. Stellt die vorbereiteten Förmchen bis zur Verwendung kalt.
- 4
Brecht die 150 g Zartbitterschokolade in kleine, ähnlich große Stücke, damit sie gleichmäßig schmelzen
Gebt sie zusammen mit den 40 g Butter in eine hitzefeste Schüssel über einem Topf mit leicht siedendem Wasser (Wasserbad), wobei der Schüsselboden das Wasser nicht berühren darf, sonst wird die Schokolade zu heiß und verliert ihren Glanz. Rührt gelegentlich mit einem Gummispatel, bis alles nach etwa 4 bis 6 Minuten glatt geschmolzen ist, und achtet darauf, dass kein Wassertropfen hineingelangt – schon wenig Feuchtigkeit lässt die Schokolade krümelig gerinnen. Nehmt die Schüssel vom Wasserbad und lasst die Masse etwa 5 Minuten auf Handwärme abkühlen.
- 5
Trennt die 4 Eier sorgfältig in zwei völlig fett- und eigelbfreie Schüsseln, denn schon eine Spur Fett oder Eigelb im Eiweiß verhindert später das steife Aufschlagen
Knackt jedes Ei einzeln über einer kleinen Tasse auf, öffnet die Schale in zwei Hälften und lasst das Eigelb vorsichtig zwischen den Schalenhälften hin- und hergleiten, während das Eiweiß in die Tasse läuft. Gebt Eigelb und Eiweiß erst dann zur jeweiligen Sammelschüssel, wenn ein Ei sauber getrennt ist, damit ein misslungenes Ei nicht die ganze Menge verdirbt. Verwendet möglichst frische, einwandfreie Eier aus durchgehender Kühllagerung, da der Eierkern in diesem Rezept später bewusst nicht vollständig durcherhitzt wird.
- 6
Verquirlt die 4 Eigelbe mit etwa einem Drittel der 60 g Zucker (rund 20 g) kräftig mit dem Schneebesen – von Hand dauert das etwa 2 bis 3 Minuten, mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe reicht rund 1 Minute
Die Masse ist fertig, wenn sie deutlich heller und cremig wird und beim Hochziehen des Schneebesens kurz bandartig auf der Oberfläche liegen bleibt. Rührt diese Eigelb-Zucker-Creme anschließend in die noch handwarme, geschmolzene Schokoladen-Butter-Masse ein, bis alles gleichmäßig verbunden ist.
- 7
Schlagt die Eiweiße mit der Prise Salz in einer großen, absolut fettfreien Schüssel mit dem Handrührgerät zunächst etwa 1 Minute auf niedriger Stufe schaumig
Sobald das Eiweiß weiß und locker-schaumig wirkt, schaltet auf mittlere bis hohe Stufe, rieselt den restlichen Zucker (rund 40 g) löffelweise ein und schlagt weitere 2 bis 3 Minuten, bis feste, glänzende Spitzen entstehen – insgesamt dauert das Aufschlagen also etwa 3 bis 4 Minuten. Ihr erkennt den richtigen Punkt daran, dass eine mit dem Schneebesen gezogene Spitze aufrecht stehen bleibt oder sich nur ganz leicht umbiegt, und dass nichts herausrutscht, wenn ihr die Schüssel kurz auf den Kopf haltet. Schlagt nicht länger als nötig, sonst wird das Eiweiß krümelig-trocken und lässt sich nicht mehr sauber unterheben.
- 8
Rührt zunächst ein Drittel des geschlagenen Eiweißes zügig in die Schokoladenmasse ein, um sie in der Konsistenz anzugleichen
Hebt danach den restlichen Eischnee in zwei Portionen behutsam mit einem Teigschaber unter: Führt den Schaber am Schüsselrand entlang bis auf den Boden, holt Masse von unten nach oben und klappt sie über den Eischnee, während ihr die Schüssel immer wieder dreht. Rührt dabei nicht kräftig oder kreisend, sondern hebt nur unter, sonst entweicht die eingeschlagene Luft und das Soufflé geht später nicht auf. Die fertige Masse darf noch sichtbar luftig-marmoriert aussehen, das ist gewollt.
- 9
Füllt die Schokoladenmasse mit einem Löffel gleichmäßig in die vorbereiteten, gebutterten und gezuckerten Förmchen, bis knapp unter den Rand
Streicht die Oberfläche mit der Rückseite eines Messers glatt und fahrt mit dem Daumen einmal knapp am inneren Rand entlang, sodass ein schmaler, sauberer Spalt entsteht. Dadurch bleibt das Soufflé beim Backen nicht am Rand kleben und wächst gerade nach oben, statt schief zu werden.
- 10
Stellt die gefüllten Förmchen auf das bereits vorgeheizte Backblech und backt sie bei 180 °C Ober-/Unterhitze bzw
160 °C Umluft etwa 12 bis 15 Minuten. Öffnet die Ofentür in den ersten 10 Minuten auf keinen Fall, da schon ein kurzer Kälteeinbruch das Aufgehen stoppt oder das Soufflé vorzeitig zusammenfallen lässt. Es ist fertig, wenn es deutlich über den Rand aufgegangen ist, die Oberfläche leicht aufgerissen und matt-glänzend wirkt und die Mitte beim sanften Rütteln des Blechs noch zart wackelt. Wichtig: Dieser wackelnde, weich-cremige Kern bedeutet, dass die Eier hier bewusst nicht vollständig durchgegart werden – die Kerntemperatur liegt nur kurz im Bereich von grob 60 bis 65 °C und damit unterhalb einer sicheren Durcherhitzung. Verwendet deshalb unbedingt frische, einwandfreie Eier und lagert alle Zutaten bis zur Verarbeitung durchgehend gekühlt. Für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, ältere sowie immungeschwächte Personen solltet ihr stattdessen pasteurisiertes Vollei bzw. pasteurisiertes Eigelb/Eiweiß aus dem Kühlregal verwenden, oder das Soufflé so lange backen (ca. 16 bis 18 Minuten), bis der Kern beim Rütteln nicht mehr wackelt – die Textur wird dann fester und weniger fließend, dafür aber vollständig durchgegart.
- 11
Nehmt die Förmchen mit einem Topflappen (sie sind sehr heiß) sofort aus dem Ofen und serviert das Soufflé augenblicklich, direkt in seinem Förmchen
Es beginnt bereits nach ein bis zwei Minuten außerhalb des Ofens in sich zusammenzusinken – das ist normal und kein Fehler, aber genau deshalb sollte es niemals vorbereitet auf dem Tisch warten, sondern erst gebacken werden, wenn alle bereits am Tisch sitzen. Weist eure Gäste bei der klassischen, cremig-fließenden Variante darauf hin, dass der Kern nicht vollständig durchgegart ist, und bietet Risikogruppen im Zweifel die länger gebackene, feste Variante aus Schritt 10 an.
Nährwerte
Pro Portion
Ca.-Angabe – automatisch aus den Zutaten berechnet, keine exakte Analyse.